Die Publikationsmöglichkeiten

Ein Buch kann auf viele verschiedene Arten veröffentlicht werden, z.B. durch:

  1. Verlagshäuser,
  2. Kleinverlage,
  3. Zuschussverlage,
  4. Books on Demand,
  5. als E-Book oder
  6. im Selbstverlag.

 


Die großen Verlage

Im Allgemeinen ist ein Verlag ein Unternehmen, das Manuskripte erwirbt, daraus Druckerzeugnisse erstellt und diese über den Buchhandel verkauft. Große Verlage zeichnen sich dadurch aus, dass für die einzelnen Arbeitsschritte, wie z.B. Korrektorrat und Lektorat, Werbung und Vertrieb, spezielle Abteilungen zur Verfügung stehen.

 

 


 

Die Kleinverlage

Der Kleinverlag hingegen besteht im Vergleich zu den großen Verlagshäusern, aus wenigen Mitarbeitern. Für den Bereich Marketing und Vertrieb steht ein geringeres Budget zur Verfügung. Die Kleinverlage bieten meist ein spezialisiertes Verlagsprogramm, um konkurrenzfähig zu bleiben. D.h. sie erbringen Dienstleistungen für den Informations- und Unterhaltungsbedarf einer bestimmten Zielgruppe.

 

 


 

Die Zuschussverlage

Die Bezeichnung Zuschussverlag wurde als Kurzform von Druckkostenzuschussverlag abgeleitet. Ein Manuskript wird dann veröffentlicht, wenn der Autor einen Teil der Druckkosten trägt, bzw. den Einkauf einer bestimmten Menge von Büchern garantiert.

 

 


 

Books on Demand

Eine weitere Möglichkeit ist die der Books on Demand (BoD). Gegen eine Grundgebühr des Autors wird das Buch elektronisch gespeichert und in den Verlagskatalog aufgenommen. Erst auf Bedarf, d.h. nachdem eine Bestellung eingegangen ist, wird das Buch produziert. Das Verfahren der Books on Demand ermöglicht eine geringere finanzielle Selbstbeteilung des Autors, da keine festen Auflagen vorgeschrieben sind. Im Vergleich zur Verlagssuche sind die Vor- und Nachteile jedoch dieselben wie bei den Zuschussverlagen.

 

 


 

Das E-Book

Die Bezeichnung E-Book steht kurz für „Electronic Book“, das elektronische Buch. Ein E-Book ist ein elektronisch gespeichertes Buch, z.B. im PDF-Format, welches gegen eine Gebühr herunter geladen werden kann. Der Preis von E-Books liegt ca. 40 % unter dem Preis für die Printausgabe. Die Entwicklung der E-Books steckt noch in den Anfängen. Der wesentliche Nachteil von E-Books ist, dass sie nicht für Bilder- bzw. Kinderbücher geeignet sind. Auch die Möglichkeit des Ausdruckens ändert nichts an dieser Tatsache. Es wurde der Vollständigkeit halber aufgeführt.

 

 


 

Der Selbstverlag

Der Selbstverlag erfordert die Gründung eines eigenen Verlages. Der Autor übernimmt alle dazu notwendigen organisatorischen Aufgaben. Alle klassischen Leistungen, wie z.B.:

  • Herstellung,
  • Lagerung,
  • Marketing,
  • Verkauf,
  • Versand,
  • Buchhaltung etc. geschehen in Eigeninitiative.

 

 


 

Fazit

Der deutschsprachige Kinderbuchmarkt bringt jährlich ca. 5.000 Neuerscheinungen heraus. Insgesamt werden über 45 Mio. Exemplare pro Jahr verkauft. Doch der Buchhandel kauft hauptsächlich bei den groβen Verlagen. Es wird auf Vertrautes und Altbewährtes gesetzt, um sichere Absätze zu garantieren. Ein Einstieg für neue Autoren und neue Themen gestaltet sich deshalb schwierig.  Der Vorteil der Verlagshäuser ist der hohe Bekanntheitsgrad und das gute Image. D.h. ein umfangreiches Marketing und ein ausgebautes Netzwerk garantieren eine gute Platzierung in den Buchläden.

Die Chance, dass das Manuskript von einem kleinen Verlag angenommen wird, ist etwas größer. Die kleineren Verlage bieten meist ein spezielles Verlagsprogramm für eine bestimmte Zielgruppe. Andererseits haben sie jedoch auch ein niedriges Budget. Es ist empfehlenswert bei der Verlagssuche zuerst bei den Kleinverlagen Erfahrungen zu sammeln und sich anschließend auf die großen Verlagshäuser zu orientieren.

Einfacher ist es das Buch mit Hilfe eines Zuschussverlages bzw. Books on Demand zu realisieren. Im direkten Vergleich der Angebote schneidet der Zuschussverlag besonders schlecht ab. Eine unübersichtliche Angebotsstruktur und unzählige versteckte Zusatzkosten lassen das Angebot sehr unseriös wirken. Zuschussverlage verdienen ihr Geld an den Autoren nicht an den Buchverkäufen. Das Angebot von Books on Demand dagegen scheint wirtschaftlich am rentabelsten zu sein. Die Anzahl der Buchverkäufe um den Break-even-point zu erreichen ist verhältnismäßig gering. Große Gewinne verspricht aber auch diese Möglichkeit nicht, wenn man die fehlenden Marketingmaßnahmen in Betracht zieht.

Eine weitere Alternative zur Verlagssuche ist der Selbstverlag. Im Vergleich zum Zuschussverlag bietet der Selbstverlag eine gute Möglichkeit, um durch Eigenleistung die Produktionskosten zu senken. Die Gründung eines eigenen Verlages ist jedoch viel aufwendiger als die Veröffentlichung durch ein renommiertes Verlagshaus. Der Selbstverlag erfordert einen hohen zeitlichen sowie finanziellen Mehraufwand, da alle Aufgaben, die sonst in den Tätigkeitsbereich des Verlages fallen, jetzt beim Autor liegen.

 


 

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