Herstellung und Vertrieb

Die klassischen Verlagsleistungen umfassen die Herstellung und den Vertrieb eines Buches - also den kompletten Bereich der Produktion. Die einzelnen Arbeitsschritte werden im folgenden Abschnitt näher erklärt.

  1. Idee und Manuskripterstellung
  2. Titelrecherche
  3. Titelschutz
  4. ISBN-Reservierung
  5. VlB-Meldung
  6. EAN-Code
  7. Barcode-Erstellung
  8. Korrektorrat
  9. Lektorat
  10. Grafische Gestaltung
  11. Datenkonvertierung/ Druckvorlagenerstellung
  12. Druckfreigabe
  13. Druck
  14. Meldung bei der VG Wort
  15. Versand der Pflichtexemplare
  16. Preisgestaltung
  17. Präsentation bei Internetbuchhändlern
  18. Platzierung bei Großhändlern
  19. Marketing
  20. Pressearbeit

 


1. Schritt:   Idee und Manuskripterstellung

Der erste Schritt zum eigenen Buch ist ein professionelles Manuskript, das die Idee des Projektes vorstellt und verkauft. Dabei gibt es einige formelle Kriterien, die beim Schreiben eines Manuskriptes wie bei einer Bewerbung eingehalten werden sollten. Das gesamte Dokument wird per Computer geschrieben. Handschriftliche Textdokumente sind kaum noch zeitgemäß. Tipp- und Rechtschreibfehler sollten vermieden werden. Die einzelnen Seiten werden nur einseitig beschriftet, um unnötiges Blättern zu ersparen. Die Nummerierung der Seiten verbessert die Übersichtlichkeit des Dokumentes.

Das Manuskript besteht aus:

  • dem Deckblatt,
  • der Projektbeschreibung,
  • dem Manuskript und
  • der Vita des Autors.

Das Deckblatt des Manuskripts bereitet alle wichtigen Informationen für den Leser auf, wie Name, Adresse und Arbeitstitel.

Die Projektbeschreibung enthält neben Arbeitstitel, Titel und Inhaltsangabe außerdem die Zielgruppe, eine Umfangsangabe und verschiedene Verwertungsmöglichkeiten.

Handelt es sich um eine längere Geschichte oder einen Roman, ist es nicht notwendig, das gesamte Manuskript zum Verlag zu senden. Der Projektbeschreibung würde in diesem Fall ein ausführliches Exposé sowie ein Inhaltsverzeichnis bzw. eine Kapitelübersicht folgen. Ein Probekapitel genügt. Bei Kurzgeschichten und Kindergedichten bietet sich ebenfalls eine Auswahl von zwei bis drei Stück an. Die anderen Texte werden nur kurz inhaltlich vorgestellt. Ein Exposé ist eine Inhaltszusammenfassung von ein bis zwei Seiten Umfang. Es entwickelt beschreibt die Idee und den Plot in skizzenhafter Form.  Das Exposé konzentriert sich auf das Wesentlichste, die Grundidee. Es ist z.B. als Klappentext in Büchern zu finden.

Die meisten Verlage fordern so genannte Standard-Manuskripte von den Autoren, die bestimmte formale Richtlinien erfüllen müssen. Eine Seite hat zum Beispiel 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen und sollte 1,5-fachen oder doppelten Zeilenabstand und eine 12-Punkt-Schriftart verwenden. Ein nach diesen Vorgaben geschriebenes Dokument enthält 1.800 Zeichen pro Seite. Wichtig ist weiterhin, dass der Arbeitstitel und eventuell auch die Adresse auf jeder einzelnen Seite des Manuskriptes zu finden sind. Selbst wenn das Anschreiben oder das Deckblatt verloren gingen, wäre der Autor trotzdem noch auffindbar.

Die Vita ist im Allgemeinen ein kurzer Lebenslauf. Sie beschreibt die bisherigen Qualifikationen und Ambitionen des Autors. Ein Lebenslauf sollte möglichst lückenlos sein. Die Vita jedoch ist übersichtlich strukturiert und enthält nur Informationen, die wirklich wichtig sind. Die Vita beschränkt sich auf die wesentlichsten Elemente.

  • Anschrift
  • Persönliche Daten
  • Bisherige Tätigkeiten
  • Buchveröffentlichungen
  • Beiträge in Büchern
  • Sonstiges

 


2. Schritt:   Die Titelrecherche

Nach dem Brainstorming für den Titel eines Buches , ist der nächste Schritt die Recherche, ob dieser Titel bereits existiert und geschützt ist. Die Schutzfähigkeit eines Titels hängt davon ab, ob es sich um einen individuellen, unterscheidungskräftigen oder einen allgemeinen, inhaltsbeschreibenden Namen für ein Buch handelt. Der Titel eines Buches ist dann schutzfähig, wenn er neu ist und eine hinreichende Kennzeichnungskraft besitzt. Schwache Titel, wie z.B. „Das Gartenbuch“ oder „Der Ratgeber“, sind nicht schutzfähig. Es besteht kein Exklusivitätsanspruch für inhaltsbeschreibende Namen und Gattungsbezeichnungen.

Alle veröffentlichten oder angemeldeten Titel können mit Hilfe des Internets herausgefunden werden. Wichtige Adressen für die Titelrecherche und die Domainsuche sind:

  • das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VlB),
  • die Datenbank der Deutschen Bibliothek (DB) und>
  • die Datenbank der *.de-Domains (DENIC).

Ein Titelschutz wird laut §§ 5, 15 des deutschen Markengesetz’ (MarkenG) durch die Verwendung des fraglichen Titels erlangt. Eine weitere Registrierung ist nicht notwendig. Es gibt keine Benutzungsschonfrist für den Titelschutz. Ein Titelschutz wird nur für die Dauer einer kontinuierlichen Benutzung gewährleistet. Anders dazu verhält es sich mit dem Markenschutz. Eine Markeneintragung erfolgt beim Deutschen Patentamt. Sie umfasst eine fünfjährige Benutzungsschonfrist. Verstöße gegen den Markenschutz führen im Allgemeinen zu Schadensersatzklagen.

 


3. Schritt:   Die Titelschutzanzeige

Um einen Titel bereits vor der Benutzung zu schützen, gibt es die Möglichkeit einer Titelschutzanzeige im:

  • Börsenblatt des deutschen Buchhandels oder
  • Buchmarkt.

Eine Titelschutzanzeige ist nur möglich, wenn ernsthafte Vorbereitungen für die Benutzungsaufnahme nachweisbar sind. Sie gewährleistet einen Schutz von ca. sechs Monaten.

 


4. Schritt:   Die ISBN-Reservierung

Die ISBN (International Standard Book Number) ist eine weltweit eindeutige Codierung für Bücher. Sie wird in der Regel vom Druckanbieter zur Verfügung gestellt. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, eine ISBN zu verwenden. Sie ist jedoch empfehlenswert, da sie ein weltweites Bestellen des Buches ermöglicht. Eine ISBN setzt sich aus vier Teilen zusammen (von links nach rechts):

  • Länderkennung,
  • Verlagsnummer,
  • Titelnummer und
  • Prüfziffer.

Die Verteilung der ISBN regelt die Standard-Buchnummern-Verwaltung der Buchhändler in Frankfurt/ Main. Eine einzelne ISBN für selbst verlegte Bücher kann beim Börsenverein des deutschen Buchhandels für ca. 100,- € bezogen werden.

 


5. Schritt:   Die VlB-Meldung

Die Anmeldung im VlB, dem Verzeichnis lieferbarer Bücher, erfolgt automatisch nach der ISBN-Vergabe durch den Druckanbieter. Das VlB ist eine Datenbank, die Auskunft über alle im deutschen Sprachraum verfügbaren und angekündigten Bücher gibt. Zur sind im VlB ca. 800.000 Titel von mehr als 14.000 Verlagen registriert.

 


6. Schritt:   Der EAN-Code

Der EAN-Code (European Article Numbering Code), wurde Mitte der Siebziger Jahre eingeführt, um eine einfache Auszeichnung der Waren im Handel zu ermöglichen. Dieser Code stellt die Informationen des Barcodes in Ziffern dar. Alle EAN-Codes werden von einer zentralen Vergabestelle vermittelt, um Dopplungen zu vermeiden.

 


7. Schritt:   Die Barcode-Erstellung

Den Barcode, auch Strichcode, gibt es in zwei verschiedenen Varianten: den EAN 13, einen 13-stelligen Barcode, und den EAN 8, einen achtstelligen Barcode. Jeder Barcode setzt sich aus je einer Prüfziffer und mehreren Nutzziffern zusammen. Für den EAN 13 gibt es eine Erweiterung, den so genannten Add-On-Code von zwei oder fünf Ziffern. Dieser erweiterte Barcode wird für die ISSN/ ISBN-Verschlüsselung von Zeitschriften und Büchern verwendet. Im  Add-On-Code kann z.B. der Preis verschlüsselt werden. Zur Erstellung von Barcodes gibt es spezielle Software, die teilweise als kostenlose Testversion im Internet zum Download zur Verfügung steht.

 


8. Schritt:   Das Korrektorrat

Das Überprüfen des Manuskripttextes wird als Korrektur bezeichnet. Der Korrektor untersucht den Schriftsatz auf Fehler. Er berichtigt Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck sowie Interpunktion und die Normsetzung von Schreibweisen.

 


9. Schritt:   Das Lektorat

Im Gegensatz zum Korrektorrat wird das Manuskript im Lektorat inhaltlich geprüft und beurteilt. Eine detaillierte Besprechung und dramaturgische Beratung sollen Unklarheiten und Redundanz beseitigen.

 


10. Schritt:   Die grafische Gestaltung

Als Layout wird der Entwurf der Text- und Bildgestaltung einer Publikation bezeichnet. Die Formatierung des Textes umfasst lediglich die Korrektur von Zeilenumbrüchen, Absätzen und Seitenwechseln eines elektronischen Dokuments. Dies kann mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms geschehen. Die Seiten- und Zeilenjustierung sowie das Einbinden von Grafiken geschehen im Anschluss mittels DTP (Desktop Publishing Programm). Die gängigsten Layout-Programme sind: Quark-XPress und InDesign. Die grafische Gestaltung eines Buches umfasst die Bereiche Typographie, Bildmaterial, Buchblock und die Umschlaggestaltung.

Der Begriff Typographie bedeutet einer sprachlichen Information ihre Form geben. Diese Form wird durch die Auswahl:

  • der Schriftart,
  • des Schriftgrads
  • der Satzbreite,
  • der Anordnung,
  • des Wortabstands und
  • des Zeilenabstands bestimmt.

Für den Buchdruck hat sich Serifenschrift, wie z.B. Times oder Garamond, vielfach bewährt. Als Serifen werden die kleinen Anschlussstriche an den einzelnen Zeichen bezeichnet. Diese sollen den Blick lenken und so den Lesefluss erleichtern. Für Leseanfänger bietet sich jedoch eine Schriftart ohne jegliche Verzierungen und Schnörkel an, da der Widererkennungseffekt der Buchstaben größer ist. Der Schriftgrad sollte zwischen 8 und 11 Punkt liegen. Beim Kinderbuch ist ein größerer Schriftgrad nicht ungewöhnlich.

Außerdem haben sich folgende Grundregeln durchgesetzt:

  1. Eine Seite besteht aus 30 bis 40 Zeilen mit je 60 bis 70 Zeichen.
  2. Es wird ein Zeilenabstand von 1,5 pt verwendet.
  3. Trennkorrekturen vermeiden Löcher im Text bzw. zu große Wortabstände.
  4. Bei Kapitälchen und Versalien wird kein „ß“ verwendet.
  5. Es wird zwischen Gedanken – und Bindestrich - unterschieden.
  6. Abführungen (’), Akzente (´) und Apostrophe (′) finden verschiedene Verwendungen.
  7. Anführungszeichen werden einheitlich verwendet („...“, “...”, »...«).
  8. Ähnliche Schriftarten werden nicht gemischt.

Beim Einbinden des Bildmaterials und der Umschlag- bzw. Covergestaltung sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Seiten nicht zu überladen sind, die Schrift gut lesbar ist und die Information zur Geltung kommt. Der Buchaufbau ist nicht vorgeschrieben. Lediglich die Gestaltungsweise der Titelei hat sich in den Jahren durchgesetzt. Als Titelei werden die Eingangsseiten eines Buches bezeichnet, die wie folgt aufgebaut sind:

  • Schmutztitel (Titel, Verlagssignet),
  • Leerseite (evtl. Widmung, Motto, etc.),
  • Haupttitel (Name, Titel, Untertitel, Verlag),
  • Impressum (gesetzliche Pflichtangaben),
  • Inhaltsverzeichnis,
  • Fortsetzung bzw. Leerseite,
  • Vorwort, Einleitung, Textbeginn ...>

Beim Buchblock beginnt die erste Seite immer rechts. Auf der zweiten Seite befindet sich das Impressum (Verlagsname, Copyright, Erscheinungsjahr). Die Seitenzahlen befinden sich im Wechsel rechts und links außen.

 


11. Schritt:   Datenkonvertierung/ Druckvorlagenerstellung

Eine Druckvorlage wird durch das Erzeugen einer PDF-Datei mittels Acrobat Distiller erstellt. Um die Datei anschließend zu minimieren kann sie erneut in eine PostScript-Datei umgewandelt werden. Die optimalen Einstellungen sollten bei der Druckerei abgefragt werden.

Die technischen Richtlinien für die Druckvorlagenerstellung und die Datenübermittlung sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die Vorgaben für die Druckvorlagenerstellung für Digitaldruck sind z.B.:

  • Buchblock: 600 dpi
  • Abbildungen: 300 dpi
  • Strichzeichnungen: 600 dpi
  • Grafiken: 600 dpi
  • Titelbild: hoch auflösende TIF-Datei
  • Mindeststrichstärke: 0,25 p
  • Graustufen: in 20 %-Schritten
  • Rasterweite: im Verhältnis 1:2 zur dpi-Zahl
  • keine Farbseparation

Für die Datenübermittlung werden häufig Postscript- bzw. PDF-Dateien verlangt. Die Daten werden per DVD/ CD-ROM, IOMEGA ZIP 100/ ZIP 250, E-Mail bzw. ISDN übertragen.

 


12. Schritt:   Die Druckfreigabe

Nach dem Übermitteln der Daten wird von der Druckerei ein so genanntes Freigabeexemplar erstellt. Dieses wird dem Autor vorgelegt, der nach einer ausführlichen Prüfung die Druckfreigabe erteilt. Ist das Freigabeexemplar nicht zufrieden stellend, sind auf diesem Weg noch Korrekturen möglich, bevor die gesamte Auflage produziert wird.

 


13. Schritt: Der Druck

Zu Beginn ist es wichtig, einen Überblick über aktuelle Druckpreise zu bekommen, mehrere Angebote von verschiedenen (lokalen) Druckereien einzuholen, um so das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden, und eventuell Verhandlungen über eine längere Zusammenarbeit zu führen. Die Angebote der Druckereien sollten aufgeschlüsselt sein, d.h. alle Arbeitsschritte werden einzeln aufgeführt und abgerechnet. Das hat den Vorteil, dass manche Leistungen, wie z.B. die Druckvorbereitung und die Formatierung, als Eigenleistung bzw. in enger Zusammenarbeit mit der Druckerei erbracht werden können. Der Druckpreis ist abhängig von Format, Papier und Einband.

Die Standardformate sind:

  • 12 x 19 cm,
  • 13,5 x 21,5 cm,
  • 14,8 x 21 cm (DIN A5),
  • 15,5 x 22 cm,
  • 17 x 22 cm.

Die Wahl der Papiersorte kann nach Farbe (weiß oder chamois), Gewicht (90 g, 100 g ...) und der ISO 9706 getroffen werden. Dieser Standard gibt an, ob das Papier säure-, holz- und chlorfrei sowie altersbeständig ist. Die Art des Einbandes beeinflusst besonders die Höhe der Herstellungskosten. Paperback- bzw. Softcoverbücher sind wesentlich preiswerter als Hardcoverausgaben mit einem festen Einband und evtl. Schutzumschlag.

 


14. Schritt:   Die Meldung bei der VG Wort

Die Aufgabe der VG Wort ist es, die Verwendung und Verbreitung von literarischen Werken zu überwachen. Alle Gelder für die Verwertung von Werken in schriftlicher Form fließen an die VG Wort. Nachdem der Autor einen Wahrnehmungsvertrag abgeschlossen hat, bekommt er das ihm zustehende Geld von der VG Wort überwiesen. Dabei entstehen keinerlei Kosten für den Autor. Bücher der Kinder- und Jugendliteratur müssen bei der Abteilung Bibliothekstantieme gemeldet werden.

 


15. Schritt:   Der Versand der Pflichtexemplare

Laut dem „Gesetz über die Deutsche Bibliothek“ sind alle Verlage und herausgebenden Stellen verpflichtet, unaufgefordert und unentgeltlich zwei Exemplare jeder Veröffentlichung an die Deutsche Bibliothek (Frankfurt/ Main)  bzw. die Deutsche Bücherei (Leipzig) zu schicken. Für die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfahlen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist die Deutsche Bücherei zuständig. Zusätzlich gibt es landesrechtliche Regelungen für die Abgabe an Pflichtexemplarbibliotheken.

 


16. Schritt:   Die Preisgestaltung

Bei der Entscheidung über den Verkaufspreis des Buches müssen folgende Größen berücksichtigt werden:

  • Auflagenhöhe,
  • Produktionskosten,
  • Vertriebskosten (Marketing und Logistik),
  • Buchhändlerrabatt,
  • Autorenhonorar und
  • Mehrwertsteuer.

Eine einfache Überschlagsrechnung für den Nettobuchpreis kann nach folgender Formel erfolgen:

(Produktionskosten + Verdienstanspruch) x 2 = Buchpreis

 


17. Schritt:   Die Internetbuchhändler

Die Platzierung der Titel bei Internetbuchhändlern ist eine gute Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen und Hintergrundinformationen preisgünstig zu veröffentlichen. Es ist möglich bei bod.de ein Autorenprofil  sowie eine Leseprobe ins Netz zu stellen. Außerdem liefert bod.de die bibliografische Angaben zum Buch, das Exposé und das Buchcover. Der Internetbuchhändler amazon.de veröffentlicht Rezensionen und das Inhaltsverzeichnis der Bücher. Soll das Buch auch auf der eigenen Homepage vertrieben werden, kann diese mit dem Onlineshop von libri.de verlinkt werden. Dazu gibt es die Möglichkeit zur Einzelansicht oder direkt in den Warenkorb zu verlinken.

Zu den wichtigsten Internetbuchhandlungen zählen:

  • amazon.de
  • bol.de
  • bookland.de
  • books.de
  • buch24.de
  • buchhabel.de
  • buchindex.de
  • buch-kunst.de
  • buecherbote.de
  • dussmann.de
  • gondrom.de
  • hugendubel.de
  • jpc.de
  • lesen.ch
  • libri.de
  • mayersche.de
  • sbz.ch
  • thalia.de
  • weiland.de
  • worldwidebooks.de

 


18. Schritt:   Die Großhändler

Die Buchgroßhändler übernehmen den logistischen Teil im Buchhandel und fungieren als Zwischenhändler. Sie vermitteln kurzfristig zwischen den Verlagen und dem Sortimentsbuchhandel. Dank der Buchgroßhändler ist es möglich, in jeder Buchhandlung die im VlB registrierten Bücher problemlos zu bestellen.

Das Barsortiment der Großbuchhändler wird nach den Kriterien der Wirtschaftlichkeit und Rentabilität zusammengestellt. Zurzeit sind ca. 40 % der deutschen Buchproduktion im Barsortiment erhältlich. Das sind rund 350.000 von insgesamt 800.000 Titeln. Ein Buch sollte in das Barsortiment aufgenommen werden, um in die Regale des Sortimentsbuchhandels zu gelangen. In diesem Zusammenhang sind die Kontakte des Verlages ausschlaggebend. Die wichtigsten Barsortimente des deutschen Sprachraumes sind Libri, Umbreit, KNO und K&V sowie das Schweitzer Buchzentrum.

 


19. Schritt:   Das Marketing

Es ist unerlässlich, dass der Autor seine Lesergruppe kennt und seine Zielgruppe eingrenzt. Diese muss er anschließend mit schlagkräftigen Argumenten überzeugen. Besonderheiten und Neuheiten sollten dem potentiellen Verlag, Buchhändler oder Käufer präsentiert werden. Die wesentlichsten Aufgaben des Selbstmarketings des Autors sind es:

  • >seine Ideen vorzustellen,
  • und somit die Leute auf das Projekt neugierig zu machen,
  • den eigenen Bekanntheitsgrad bzw.
  • den des Buches zu erhöhen,
  • sowie hilfreiche Kontakte zu knüpfen
  • und ein Netzwerk aufzubauen.

Es ist die allgemeine Aufgabe aller Marketingmaßnahmen, potentielle Interessentengruppen auf ein Produkt aufmerksam zu machen, seine Vorzüge hervorzuheben und seine Notwendigkeit zu demonstrieren. Es ist ratsam als Autor immer ein Ansichtsexemplar seines Buches bei sich zu haben. So kann sich jeder Interessierte einen optischen Eindruck und ein inhaltlichen Überblick verschaffen. Auslageexemplare in Kindertagesstätten und Schulen haben einen ähnlichen Effekt. Diesen sollte außerdem Informationszettel und eine Bestellliste beigelegt werden.

Die Internetseite zum Buch bietet sich an, um Zusatzinformationen zu veröffentlichen. Dies könnten z.B. Hintergründe, Rezensionen, Leserbriefe, etc. sein. Die Homepage kann weiterhin über einen Bestellservice, ein Gästebuch und ergänzende Lernangebote verfügen.

Es gibt zahlreiche verschiedene Mittel für die Direktwerbung. Für Kinderbücher eignen sich am besten Visitenkarten, Informationszettel, Postkarten, Stempel und Aufkleber. Originell gestaltete Visitenkarten, z.B. in Form von Lesezeichen, hinterlassen neben der Adresse auch einen bleibenden Eindruck. Auf der Rückseite könnte das Cover des Buches zusehen sein. Informationszettel dienen zur Weitergabe von Informationen über das Buch. Diese Handzettel haben meist die Größe DIN A5 und geben Auskunft über Titel, Inhalt, Autor, Verlag und ISBN. Auf der Rückseite befindet sich Platz für Rezensionen, Veranstaltungshinweise oder ein Autorenprofil. Die Informationszettel können als Handzettel, Briefbeilagen oder Auslagen im Buchhandel verteilt werden.

 


20. Schritt:   Die Pressearbeit

Die PR- oder Pressearbeit zielt nicht direkt auf die potentielle Zielgruppe ab. Sie ist vielmehr an die Multiplikatoren gerichtet, wie z.B. Journalisten (Berichte), Buchhändler (Empfehlungen) und teilweise auch indirekt an die Leser (Mund-zu-Mund-Propaganda). Richtig eingesetzt ist die Pressearbeit eine effektive und kostengünstige Möglichkeit zur Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Die Grundlage jeder Pressearbeit ist die Pressemappe. Diese enthält ein (persönliches) Anschreiben, das nähere Auskünfte über das Erscheinen des Buches gibt, wie Datum, Verlag und Preis; die Projektbeschreibung, die Vita, ein Autorenfoto und eine Leseprobe. Außerdem können Direktwerbeartikel beigelegt werden, wie Lesezeichen oder Aufkleber, um die Streuung zu erhöhen.

Zusätzlich sollten, nicht nur beim Erscheinen des Buches, Pressemitteilungen versendet werden. Diese Presseinformationen geben auch Auskunft über: Veranstaltungen, wie Lesungen und Messeauftritte, neue Sponsoren, weitere Projekte und Sonderangebote. Der Versand per E-Mailverteiler ist eine besonders preiswerte Methode. Außerdem können den Kulturredaktionen Rezensionsexemplare oder ein Interview angeboten werden.

 


 

Soll Timmi Marie in seine Pläne einweihen?

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